Terrain vague

Ästhetik und Poetik urbaner Zwischenräume
in der französischen Moderne

DFG-Projekt am Romanischen Seminar der Universität zu Köln


Terrains vagues – das sind die verlassenen, verwahrlosten, verwilderten, oft vergessenen Räume in der Stadt.
Im Deutschen werden sie als Stadtbrachen, Baulücken oder Restflächen bezeichnet.

Während sie traditionell als Makel im Stadtbild, als Zeichen gesellschaftlicher Missstände und als Gegenorte der städtischen Ordnung gelten,
werden sie heute vielfach als Möglichkeitsräume für neue Urbanität in schrumpfenden und fragmentierten Städten anerkannt.

Exposés

Trotzdem ist das leere, scheinbar zweck- und herrenlose terrain vague von Seiten der Medien- und Kulturwissenschaft noch kaum erforscht worden – und noch weniger seine lange Geschichte in Literatur und Film.

Vor diesem Hintergrund widmet sich unser Forschungsprojekt sowohl einer systematischen Analyse der terrains vagues im Spiegel der Raumtheorie als auch historischen Studien ihrer literarischen und filmischen Darstellungen in der französischen Moderne.

Forschung & Aktuelles


21. Juli 2015


Aktuelles

Publikation des Sammelbands "Le Mouvement des frontières. Déplacement, brouillage, effacement"

Im September 2015 ist der von Wolfram Nitsch (Köln) und Philippe Antoine (Bordeaux) gemeinsam herausgegebene Sammelband Le Mouvement des frontières. Déplacement, brouillage, effacement erschienen. Das Thema des Bandes sind Grenzen und Grenzüberschreitungen, deren Veränderlichkeit, Beweglichkeit und Fragilität sowie die Frage, in welcher Weise sie an der Konstruktion, Ordnung und Erfahrung von Räumen, Identitäten und Lebenswelten beteiligt sind.

Herzliche Einladung zur Tagung am 3. und 4. November 2016

Wir freuen uns, Ihnen spannende Vorträge im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Terrains vagues. Les friches urbaines dans la littérature, la photographie et le cinéma français“ ankündigen zu dürfen. Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung – gern auch an einzelnen Vorträgen – teilzunehmen.

Donnerstag/Freitag, 3. und 4. November 2016
Schloss Wahn
Burgallee 2
51147 Köln-Porz-Wahn
http://www.schloss-wahn.com

Tagungsbericht "Terrain vague: Die Brache in den Kultur- und Stadtwissenschaften"

Ein Bericht unseres im April 2015 durchgeführten Workshops "Terrain vague: Die Brache in den Kultur- und Stadtwissenschaften" ist soeben in der neuesten Ausgabe von Romanische Studien erschienen.

Hier werden Sie direkt zum Tagungsbericht verlinkt

WEITERE BEITRÄGE

Glossar


The multiplicity of names, and some of their meanings, show the difficulty in defining those spaces.

Gil Doron (2008)

Weitere Begriffe

Heterotopie

Der von Michel Foucault in seiner sozial- und kulturwissenschaftlichen Bedeutung geprägte Begriff der Heterotopie bezeichnet allgemein...

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Nicht-Ort

Der vom französischen Ethnologen Marc Augé geprägte Begriff der Nicht-Orte oder non-lieux bezieht sich im Allgemeinen auf...

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Niemandsland

Der Begriff des Niemandslandes, dem englischen no man's land nachgebildet, bezeichnet ursprünglich einen Zwischenraum im...

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Studium der Romanistik Philosophie und Erziehungs-
wissenschaften in Köln und Bordeaux.

Seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Romanischen Seminar der Universität zu Köln.

Lehrt nach Promotion und Habilitation in München seit 2000 Romanische Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln.

Studium der Romanistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften. Seit 2013 Studienrätin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wiehl.

Seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Romanischen Seminar der Universität zu Köln.

Daniel Ritter

Projektmitarbeiter

daniel.ritter@uni-koeln.de

Prof. Dr. Wolfram Nitsch

Projektleiter

wolfram.nitsch@uni-koeln.de

Jacqueline Maria Broich

Projektmitarbeiterin

j.broich@uni-koeln.de